PREMIERE: ANDREA LÄSST SICH SCHEIDEN (JOSEF HADER)

Kinotreff.at
Ringstraße 75
4190 Bad Leonfelden

Offizielle Website: Kinotreff Leone/Kino Bad Leonfelden

PREMIERE: ANDREA LÄSST SICH SCHEIDEN (JOSEF HADER)

Komödie, 94 Minuten, ab 10 Jahren

Josef Hader ist zurück im Kino und präsentiert dem Publikum erneut seinen berühmten lakonischen Humor. “Andrea lässt sich scheiden” erzählt von unverwirklichten Träumen, verpasstem Glück und schicksalhaften Begegnungen – eine scharfsinnig beobachtende Analyse einer Dorfgesellschaft und ein Plädoyer gegen jede Landlebensehnsucht.


Sonntag, 25.02 - 18:15 Uhr
Sonntag, 25.02 - 20:15 Uhr
Montag, 26.02 - 20:00 Uhr
Mittwoch, 28.02 - 20:00 Uhr
Donnerstag, 29.02 - 20:00 Uhr



Regie: Josef Hader

Mit: Birgit Minichmayr, Josef Hader, Robert Stadlober, Thomas Schubert, Thomas Stipsits, Branko Samarovski

Andrea, eine Polizistin in der niederösterreichischen Provinz, möchte ihre unglückliche Ehe beenden und in St. Pölten eine neue Stelle als Kriminalinspektorin beginnen. Nach einer Geburtstagsfeier läuft ihr der Noch-Ehemann betrunken vors Auto. Im Schock begeht Andrea Fahrerflucht.  Dann erlebt sie mit Erstaunen, wie jemand anderer ihre Schuld bereitwillig auf sich nimmt:  Franz, ein Religionslehrer und trockener Alkoholiker, hält sich für den Täter und wird auch von allen anderen im Dorf dafür gehalten. Während Franz wieder zu trinken beginnt und zielsicher seinem Untergang entgegen taumelt, bemüht Andrea sich, ihre Spuren zu verwischen.

Niederösterreich, der Wilde Westen im Osten. Endlose Rübenfelder, ein weiter Horizont und ein ewiger Wind. Kein Platz, um sich zu verstecken. Eine Gegend, in der sich Menschen nicht gut davonlaufen können. Hier trinken die Männer beim Feiern im Wirtshaus gerne einmal auch zwölf Bier – wenn die Frauen fahren – und sind die Kreisverkehre mit lokalen Kunstwerken ausgestaltet. Bei der Verkehrskontrolle kennt Polizistin Andrea (Birgit Minichmayr) jeden Geschwindigkeitssünder persönlich. Das ist nicht immer angenehm. Kein Wunder, dass es  sie in die Landeshauptstadt St. Pölten zieht, wo ein Neuanfang als Kriminalbeamtin winkt. Der Abschied ist längst beschlossene Sache – auch deswegen, weil die Scheidung von ihrem Andi ansteht (Thomas Stipsits). Er selbst will das noch nicht so recht akzeptieren und sucht Trost im Schnaps. Als Andrea ihren Noch-Ehemann eines Nachts mit dem Auto erfasst, begeht sie im Schock Fahrerflucht. Doch dann erlebt sie mit Erstaunen, wie jemand anderer ihre Schuld bereitwillig auf sich nimmt: Franz, ein Religionslehrer und trockener Alkoholiker (Josef Hader), hält sich für den Täter und wird auch von allen anderen im Dorf dafür gehalten. Während Franz wieder zu trinken beginnt und zielsicher seinem Untergang entgegen taumelt, bemüht Andrea sich, ihre Spuren zu verwischen. Das ist der Beginn einer weiblichen Emanzipationsgeschichte. Und der einzige Mann, der dabei hilfreich sein kann, ist naturgemäß ein vollkommen hilfloser.

Josef Hader und einem großartigen Cast ist ein Film gelungen mit vielen Zwischentönen, die miteinander eine große Resonanz entwickeln. Der Humor übertönt nie die Melancholie. Das Absurde und Lustige findet in der Tragik statt. Der lokale Tonfall sitzt gut, die Enge der Provinz ist mit Händen greifbar: Ein verwunschenes Land, in dem keine böseren Menschen wohnen als anderswo. Nur eine dickere Haut haben sie sich hier wachsen lassen gegen den Wind und gegen mögliche Verletzungen, und jetzt verletzten sie andere, die sich wieder eine dicke Haut wachsen lassen müssen.  Hier wird sich so schnell nichts ändern. Wem das nicht passt, der muss fort gehen.